Eine Reise in die Welt des Fremdsprachen-Lernens

Posted by in Sprachreisen

Sprachreisen sind optimal, um neben der Sprache auch Land und Leute kennen zu lernen. Jedoch sind diese nicht für jeden erschwinglich. Fremdsprachenkenntnisse können allerdings auch von zuhause aus erworben werden. Alles, was es dazu braucht, sind Motivation, die richtigen Hilfsmittel und ein weit geringerer finanzieller Aufwand.

 

In diesem Artikel werden die wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Fremdsprachenerwerb herausgestellt.

 

Für Anfänger:

 

1. Die Wahl der Fremdsprache:

 

Indikator für langfristigen Lernerfolg ist die Wahl der Sprache. Ausgehend vom Deutschen, fällt es uns häufig leichter Fremdsprachen aus derselben Sprachfamilie zu erlernen. Niederländisch, Schwedisch, Dänisch oder Englisch sind z.B. wie das Deutsche Teil der germanischen Sprachfamilie. Wobei das Englische aufgrund des starken romanischen Einflusses einen Sonderfall darstellt. Der hohe Grad der Wortverwandtschaft oder die ähnliche Satzmelodie wirken auf Deutsche vertrauter als diese romanischer Sprachen.

 

Knowledge of German EU map

Sprachliche Ähnlichkeiten können sich auch nachteilig auf den langfristigen Erwerb auswirken. So kann es passieren, dass Wörter der einen in der anderen identisch geschrieben werden. Dies trifft im Falle des Portugiesischen und Spanischen zu. Es fällt den jeweiligen Sprechern oft schwer Wörter auch tatsächlich so auszusprechen wie es die Fremdsprache verlangt. Zudem machen es die „Falschen Freunde“, Begriffe mit exakt derselben Schreibweise aber einer völlig anderen Bedeutung, den Lernern oftmals schwer. So haben nämlich die deutschen Wörter Art, also oder Angel im Englischen einen völlig abweichenden Sinngehalt.

 

2. Lesen

 

Mit dem Lesen von Zeitschriften oder erster Kinderbücher fängt alles an. Besonders bei Sprachen, die sich geschrieben und gesprochen erheblich unterscheiden, ist dies vorwiegend zu empfehlen. Grammatisches Wissen kann auf diese Weise visualisiert und besser verinnerlicht werden, um es später besser ad hoc abrufen zu können. Diese Vorgehensweise bietet sich eher bei Schülern oder in der Erwachsenenbildung an. Kinder im Vorschulalter oder noch jünger beginnen mit dem Fremdsprachenerwerb sicherlich anders und Ihrem Alter gerecht in Form von ersten Kinderliedern.

 

Abzuraten ist zumindest für den Anfang von schwerer weltliterarischer Kost. Die Romansprache ist häufig zu umständlich und bewirkt, dass sich die Motivation bald in Luft auflöst. Zu empfehlen sind die Magazine der Spotlight-Gruppe. Diese hat spezielle Lernmagazine zu aktuellen politischen und sozialen Themen auf Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch im Sortiment.

 

3. Hören

 

Das Hören-Verstehen ist zu Anfang nach dem Lesen konstruierter Lern-Texte noch sehr beschwerlich. Außerdem sind Grammatik und Vokabular noch verzögert abrufbar. Mit Radioprogrammen sollte allerdings noch nicht begonnen werden, wenn man bedenkt, das z.B. Verkehrsmeldungen oft in doppelter Sprechgeschwindigkeit über den Äther geschickt werden.

 

Optimal sind Hörbücher. Was nicht auf Anhieb verstanden wurde, kann jederzeit wiederholt werden. Oftmals gibt es das Buch und die CD dazu auch in einem Paket. Paralleles Lesen zum Hören steigert die Verständnis-Kompetenz ungemein.

 

Für Fortgeschrittene:

 

1. Sprechen

 

Eine Fremdsprache allein zu sprechen, führt bekanntlich auf lange Sicht nicht zum Erfolg. Das Sprechen mit einem Muttersprachler ist hingegen effektiver. Sprechen im Tandem bringt nicht nur die Sprache sondern auch kulturelle Eigenheiten näher. Es treffen zwei Personen aufeinander, die beide die jeweilige Muttersprache des Gegenübers lernen wollen. Dabei entsteht kein Druck, da sich beide häufig auf demselben Sprachniveau befinden. Die Fremdsprache wird in der Kommunikation erst lebendig, d.h. der Sprecher löst sich nach und nach von starren Konstruktionen, die Ihm über bisher konstruierte Texte im Unterricht vermittelt worden sind.

 

Dabei ist es wichtig, keine Angst vor Fehlern zu haben. Effektiv wird es nur, wenn kein Unterschied zwischen dem Lernen und dem Anwenden der Fremdsprache gemacht wird. Aus Fehlern lernt man!

 

2. Lesen und Hören

 

Wie bereits beschrieben, kann mit Hilfe von Hörbüchern sowohl das Hör-Verstehen als auch das Lese-Verständnis trainiert werden. Für Fortgeschrittene kann anhand von Filmen einen Schritt weiter gegangen werden. Filme anschauen und dabei den Untertitel parallel lesen, dies ist z.B. bei Sprachen wie Englisch oder Französisch zu empfehlen. Die gesprochene und geschriebene Sprache unterscheiden sich bei beiden im Gegensatz zum Deutschen sehr stark.

 

Wichtig ist nur, dass sich Filme im original besorgt werden, in Zeiten des Internet wohl kaum noch ein Problem. Dabei ist zu unterscheiden:

 

• Ausländische Filme in der zu lernenden Fremdsprache: Wer beispielsweise deutsche oder amerikanische Filme in französischer Übersetzung schaut, hat es in Bezug auf das verstehen leichter. Das Französisch wirkt in diesem Fall klarer und deutlicher als in original-französischen Filmen.
• Filme im fremdsprachlichen Original: Rein französische Filme sind hingegen etwas schwieriger zu verstehen. Sie sind nicht übersetzt und wirken demnach näher an der Sprachrealität. Der höhere Schwierigkeitsgrad kann dann durch einen Untertitel für Hörbehinderte ausgeglichen werden.

 

3. Lesen und schreiben

 

Parallel zum Hör-Verstehen kann auch die Kompetenz im Bereich Lesen/Schreiben geschult werden. Das Chatten bietet ebenfalls wie das Sprechen im Tandem die Chance die Fremdsprache als lebendiges Kommunikationsmittel kennen zu lernen. Der Schriftverkehr gestaltet sich fließender, dennoch besteht die Möglichkeit, Sätze überlegt zu formulieren. Das Chatten ist die optimale Vorbereitung auf das Sprechen.

 

Beim Erlernen ist eine Mischung aus allen beschriebenen Methoden unumgänglich. Parallel dazu sollte auch das Selbststudium der Vokabeln sowie der Grammatik nicht außer Acht gelassen werden. Airparks wünscht viel Spaß beim Lernen und eine optimale Vorbereitung auf eine vielleicht schon geplante Sprachreise.

 

Christoph Wunderlich

Christoph Wunderlich

Christoph Wunderlich hat Romanistik in Leipzig studiert. Er arbeitet seit 3 Jahren als Online-Redakteur in München.
Christoph Wunderlich

Letzte Artikel von Christoph Wunderlich (Alle anzeigen)