Alternativen zu klassischen Sprachreisen

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In einer immer feinmaschiger vernetzten Welt gewinnen Fremdsprachen zur möglichst reibungslosen Kommunikation zwischen den Kulturen mehr und mehr an Bedeutung. Sprachreisen bieten eine optimale Möglichkeit nicht nur die Sprache, sondern auch Land und Leute kennen zu lernen. Leider sind diese nicht immer günstig und auch der Aufenthalt, Unterricht in Klassenräumen und wenig Freizeit, ist nicht jedermanns Sache. Welche Alternativen gibt es also, die eventuell kostengünstigere Erfolge versprechen?

 

Auslandspraktikum:

 

Insbesondere für Studenten eigenen sich Praktika im Ausland. Arbeitserfahrung in Kombination mit erweiterten Sprachkenntnissen werten jedes Bewerbungsschreiben auf.

 

Studenten können allerdings ihren Einsatzbereich nicht willkürlich wählen. Ein deutlicher Bezug zwischen Fachrichtung und Praktikum sollte schon vorhanden sein. Das Thema Vergütung wird von Land zu Land unterschiedlich behandelt. In den USA ist die Bezahlung von Praktikanten genau wie in Deutschland nicht gesetzlich geregelt. Die Vergütung ist demnach vom Willen des Arbeitgebers abhängig. In Frankreich beispielsweise sind Praktikumsgeber hingegen gesetzlich zur Zahlung eines Mindestgehalts verpflichtet.

 

Ein Auslandspraktikum selbstständig zu organisieren, gestaltet sich oft als schwieriges Unterfangen. Viele Firmen sind Initiativ-Bewerbungen aus andern Ländern gegenüber eher kritisch eingestellt. Ein Vorstellungsgespräch ist aufgrund der Entfernung oftmals nicht realisierbar. Außerdem befürchtet die Mehrheit der Unternehmen, dass Bewerber von einer Unterstützung bei der Suche nach einer Unterkunft ausgehen. Kleiner Tipp: In der Bewerbung sollte unbedingt angegeben werden, dass der Bewerber den Aufenthalt eigenverantwortlich organisiert und die Kosten für Unterkunft etc. selbst trägt.

 

Sollte sich der Erfolg nicht einstellen, so gibt es zahlreiche Agenturen, die Auslandspraktika vermitteln und auch bezüglich der Visa-Modalitäten und aller anderen Vorbereitungen unterstützend zur Seite stehen.

 

Au Pair:

 

Im Auslandpraktikum wird sich mit den Gepflogenheiten der Arbeitswelt des Gastlandes vertraut gemacht. Als Au Pair besteht ein intensiverer Kontakt zu Land und Leute. Die kulturellen Erfahrungen werden auf privater Ebene gesammelt. Integriert in das Familienleben, unterstützen Au Pairs im Haushalt und bei der Kinderbetreuung.

 

Gegen eine Vermittlungsgebühr kann sich bei dafür zuständigen Agenturen um einen Platz als Au Pair beworben werden. Die Bewerbungsverfahren unterscheiden sich je nach Agentur und Einsatzort. Für die USA werden häufig Bewerbungsgespräche noch vor Beginn des Verfahrens angesetzt. Die Vermittlungschancen sind für Frauen weitaus höher als für Männer. In vielen Ländern ist die Idee, Kindererziehung sei nur den Frauen vorbehalten, noch fest in den Köpfen verankert. Nichtsdestotrotz sollten sich junge Männer keinesfalls entmutigt fühlen.

 

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden von der jeweiligen Familie übernommen. Für sonstige private Ausgaben erhalten die Au Pairs ein Taschengeld, dessen Höhe nicht von den Agenturen festgelegt wird, sondern im Ermessungsspielraum der Familien liegt. Im Programm enthalten sind des Öfteren auch Sprachkurse, welche eins bis zweimal pro Woche besucht werden können.

 

Work-and-Travel-Programm:

 

Wie der Name schon vermuten lässt, findet der Erwerb der Sprache ganz nebenbei statt. Neben dem Reisen durch ein Land und der temporären, ortsabhängigen Arbeit zur Deckung der Lebenshaltungskosten. Learning by doing: unter dieser Prämisse wird nicht nur gearbeitet, sondern auch Kultur und Sprache in den eigenen Erfahrungsschatz aufgenommen. Die Palette an Arbeitsgelegenheiten ist vielfältig: von der Arbeit im Hotel, im Restaurant bis hin zum Bauernhof kann alles angeboten werden. Sehr beliebt ist das „Fruitpicking“. Auf Plantagen werden Früchte geerntet oder Sträucher zurechtgeschnitten. In der Mittagssonne in südlicheren Gefilden geht diese Arbeit durch aus ab und an nicht ganz so leicht von der Hand.

 

Natürlich lässt sich ein Work-and-Travel-Aufenthalt auch im Alleingang organisieren. Für junge Menschen ohne jegliche Auslandserfahrung ist die Organisation über eine Vermittlungsorganisation anzuraten. Die Kosten dafür belaufen sich zwar auf 1.500 bis 2.500 €, dennoch leistet eine Agentur wichtige Hilfestellung bei der Planung. Folgende Leistungen sind in der Regel in den Kosten enthalten:

 

  • Hin- und Rückflugtickets
  • Vorbereitungstreffen
  • Einführungsseminar im Gastland (Infos zur Arbeitssuche, Kontoeröffnung etc.)
  • die ersten Übernachtungen nach der Anreise
  • Ansprechpartner vor Ort

 

Die Kosten für Freizeit, Unterkunft, Verpflegung und das Reisen im Gastland sind vom Teilnehmer selbst zu tragen.

 

Beliebte Länder sind Australien, Neuseeland und Kanada. Dort kann an einem solchen Programm für maximal 12 Monate teilgenommen werden. Aufgrund bestimmter Abkommen zwischen Deutschland und Südkorea, Hongkong, Singapur, Taiwan sowie Japan ist ein temporärer Arbeitsaufenthalt in den genannten Ländern ebenso möglich. Das Work-and-Travel-Programm kann hingegen in den USA nicht absolviert werden. Dort ist es in den Sommermonaten Juli bis Oktober nur Studenten erlaubt zu arbeiten.

 

Freiwilligendienst:

 

Freiwilligendienste im Ausland sind in jedem Lebenslauf gern gesehen. Beweisen sie doch Eigenschaften, die im sozialen Miteinander unabdingbar sind: Offenheit und die Bereitschaft, sich auf unterschiedliche Menschen und Kulturen einzulassen. Vorzugsweise aber auch hin und wieder in Europa werden Möglichkeiten des Freiwilligendienstes geschaffen. Vor Ort wird in einer gemeinnützigen Organisation oder Einrichtungen gearbeitet. Als Bezahlung erhalten die Teilnehmer meistens nur ein Taschengeld. Unterkunft, Verpflegung sowie Versicherung werden vom Programmanbieter übernommen. Oftmals werden auch noch die Kosten für den Besuch eines Sprachkurses übernommen. Programm-Angebote sind u.a. auf den Internetseiten der Hilfsorganisationen wie dem „Malteser Hilfsdienst“ oder der „Caritas“ zu finden.

 

Arbeit im Hotel oder in der Gastronomie:

 

Für Menschen, welche ihren Berufsweg schon eingeschlagen haben und ihre Zukunft im Hotel- oder Gastronomiegewerbe sehen, ist die Teilnahme an eigens dafür entwickelten Programmen geeignet. Mindestens gute Sprachkenntnisse sind allerdings Grundvoraussetzung. Die Anforderungen variieren je nach Erfahrung und Einsatzbereich.

 

Arbeit auf einer Farm:

 

Programme, die solche Arbeit anbieten, werden entweder „Farmstay“ oder „Ranchstay“ genannt. Insbesondere in Nordamerika ist die letztere Bezeichnung generell gebräuchlich. Beide Programme unterscheiden sich nur in ihrer Ausrichtung. „Farmstay“ weist in der Regel auf Landwirtschaft hin, während Letzteres vielmehr die Tierzucht fokussiert. In beiden Fällen ist der Programm-Teilnehmer zu Gast auf einem Hof und für mehrere Wochen oder Monate in das ländliche Familienleben in Kombination mit den täglichen Arbeitsabläufen auf einem Bauernhof integriert. Die Sprache wird quasi vor Ort nebenbei gelernt. Auf Wunsch können auch parallel zur Arbeit Sprachkurse besucht werden.

 

Von „Farmstay“ bis Au Pair,  eine intensive Auseinandersetzung mit der Fremdsprache lässt sich bei allen Alternativen nicht umgehen. Der Spracherwerb findet dennoch näher am Menschen statt und gestaltet sich weniger konventionell und monoton. Egal für welche Variante sich entschieden wird, Airparks wünscht maximale Erfolge beim Lernen.

 

 

 

 

 

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