Oktoberfest in München: Sittenverfall und andere Peinlichkeiten

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(Eine nicht ganz ernst gemeinte Analyse einer Stadt im Ausnahmezustand)

München ist schön und laut Einwohnern das größte Dorf Deutschlands. Gar nicht mal so verkehrt. Zu einem richtigen Dorf gehören richtig große Gülle-Gruben. So eine imaginäre Güllegrube befindet sich zur Wiesn zu Füßen der Bavaria: von Ende September bis Anfang Oktober. Die Münchner lassen raus, was nicht mehr zu halten ist. Schuld ist das böse Wiesn-Bier. Die Bavaria ist Sinnbild des Staates Bayern. Gefühlt ist tatsächlich ganz Bayern zu Besuch in der Stadt, und ganz Rest-Deutschland, und die ganze Welt ja sowieso.

Titel: München, Oktoberfest 2014, Wiesnimpressionen von Heribert Pohl >3 million Views > Thanks

Entspannt zur Wiesn und gesund zurück

Die ganze Welt zu Gast in München heißt auch zwei Wochen Hochbetrieb am Münchner Flughafen. Die ganze Welt fliegt nach München. Zwei Wochen feiern zum Oktoberfest heißt für den ein oder anderen auch mehrere Tage Volltrunkenheit am Stück. Auto fahren, geschweige denn sich auf eigenen Beinen fortzubewegen fällt manchem wohl ganz besonders schwer. Im besten Fall das Auto am Heimat-Flughafen parken, in Frankfurt, Köln oder Berlin. Noch im nüchternen Zustand zum Terminal fahren, Auto abstellen und los geht’s mit dem Flieger zum größten Volksfest der Welt. Nach dem Rausch, also nach der sicheren Landung, geht es dann im eigenen Auto wieder zurück nach Haus. So lässt sich entspannt und zügellos zur Musi schunkeln.

Eine Ode an die Kultur (-losigkeit)

Sittenlos durch die Nacht, bis die Leder-Hosen kracht. Achtung: Dies ist eine Anspielung auf Helene Fischer. Zum Münchner Oktoberfest verliert so mancher seine Scham. In einem langwierigen Sozialisationsprozess mühsam anerzogen, wird sie bereits vor dem Zelt freudig abgelegt. Die Schminke verwischt, Weißwurstreste in den Bärten – auch egal, es herrscht ja Ausnahmezustand.

Titel: Wiesn 2009 von heartbeaz auf flickr.com

Tatsächlich: Das größte Bierfest eint die Menschen, öffnet ihre Herzen und lockert ihre Zungen. Der Münchner setzt sich über selbst gesteckte soziale Grenzen hinweg. Er hat plötzlich für jeden ein offenes Ohr. Ob im Dirndl oder in der Lederhosen, zur Wiesn sind alle gleich – egal welcher Abstammung oder Couleur.

München – ganz viel mehr als nur Oktoberfest

Wer mit offenen Augen durch München läuft, wird feststellen: München ist auch außerhalb der Wiesn-Zeit bunt, exotisch und tiefenentspannt. Auf traveltastic.de zeigen unsere Blogger-Kollegen was wirklich in München steckt. Von Graffiti ist die Rede, exotischen Dirndln und einer Surfer-Kultur, die ziemlich hohe Wellen schlägt!

München, die weltweit größte Surfermetropole ohne Meer, hat noch immer eine äußerst lebendige Graffiti-Szene. Zudem beweisen afrikanische Dirndl, der bundesweit erste Sachbearbeiter für Street Art & Graffiti wie vielfältig die bayrische Landeshauptstadt wirklich ist.

Titel: Wiesn 2007 von Steffen Hausmann auf Flickr.com

München ist definitiv eine Reise wert, sowohl vor als auch nach der Wiesn. Ein wenig Zügellosigkeit zum Oktoberfest ist allerdings auch nicht verkehrt. Am 19.09. geht es wieder los, am 04.10. hat der Wahnsinn ein Ende. In diesem Sinne: O‘ zapft is!

Wer noch ernst gemeinte informationen zur Münchner Wiesn braucht, der wird hier mit Sicherheit fündig: http://www.oktoberfest.de/de

Quelle Titelbild: Wiesn von erdquadrat auf flickr.com

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