Mit dem Mietwagen durch die USA

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Ein klischeebehaftetes Land, geprägt von Vorurteilen, unbegrenzten Möglichkeiten und Widersprüchen. Es ist ein absoluter Klassiker, wenn nicht sogar DER Klassiker unter den Urlaubsreisen – eine Reise im Mietwagen durch die USA. Aufgrund der Vielseitigkeit des Landes, aber nicht nur, sollte sich jeder einmal im Leben, dieses Vergnügen gönnen.

 

Kulturelle Besonderheiten:

 

Bereits bei den Vorbereitungen fällt auf, dass es einige Dinge zu beachten gilt. Der während der Einreise im Flugzeug ausgehändigte Fragebogen erscheint uns Europäern vielleicht auf den ersten Blick seltsam. Jedoch ist es ratsam, die Fragen nach Drogenschmuggel oder terroristischen Aktivitäten wahrheitsgemäß, und vor allem kommentarlos, ohne ein Schmunzeln zu beantworten.

 

„Hey, how are you doing?“ – Einzig als Floskel darf man Komplimente oder Fragen nach dem Wohlbefinden ansehen. Wird man mit einem begeisterten „Hey, welcome to our store! How are you doing today?“ begrüßt, reicht ein einfaches Lächeln und „Hello“ als Reaktion völlig aus.

 

Als Europäer begegnen wir den USA mit Neugier. USA-Reisende berichten von zahlreichen Besonderheiten und tatsächlich sind einige europäische Verhaltensweisen in den USA tabu. Falls Sie mit dem Mietwagen unterschiedliche Strände besuchen möchten, so sollten Sie Folgendes beherzigen. Angemessene Bademode ist an US-amerikanischen Stränden ein Muss, während oben ohne ein „no-go“ ist. Nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer sollten sich an ungeschriebene Gesetze halten. So gelten die bei uns nach wie vor gesichteten, engen und altmodischen Badehosen in den USA als lächerlich. Sogenannte „Speedos“ lassen Sie lieber in Ihrem deutschen Kleiderschrank und greifen stattdessen zur modischen Badeshorts.

 

Strände in den USA

 

Eine Fülle unterschiedlicher Eindrücke erwartet Sie, sobald Sie sich mit den örtlichen Gepflogenheiten vertraut gemacht haben. Per Mietwagen erreichen Sie die weltberühmten Strände Kaliforniens und Floridas. Aber auch für Ihren Hawaii-Urlaub stehen Ihnen diverse Anmietstationen auf den beliebtesten Inseln zur Auswahl.

 

Geheimtipp:

 

Die südlichste bewohnte Insel vor der Küste North Carolinas ist ein verwunschener Ort. Verwunschen, weil man sich wünschen würde, niemand außer einem selbst, würde je Ocracoke (ausgesprochen: Agricoke) entdecken. Die Insel Ocracoke ist Teil der Outer Banks, eine 280 km lange Inselkette vor der Küste North Carolinas. Die Inseln bestechen durch kilometerlange Sandstrände und durch fast noch unberührte Natur. Ocracoke lädt zu Wassersport ganz gleich welcher Art ein. Insbesondere Wellenreiten und Kitesurfen ist unter den Touristen sehr beliebt. Bereits 2007 wurde Ocracoke zum schönsten Strand der USA gewählt. Von dieser Schönheit hat dieser Ort auch heute noch nichts eingebüßt.

 

Städtetrips

 

Fifth AvenueNach all den Stränden und dem endlosen Genuss von Meeresluft möchten Sie nun richtige Metropolenluft schnuppern. Fahren Sie nach New York oder Chicago. Für Filmliebhaber wirken Los Angeles bzw. Hollywood anziehend und junggebliebende Hippies pilgern nach San Francisco. Die großen Metropolen der USA bieten alles, was man sich als Tourist in Kultur, Unterhaltung, Shopping und Freizeitangeboten wünschen kann. Da fällt es manchmal schwer, sich zu entscheiden. Nicht der einzige Grund, weshalb es ratsam ist, einen Mietwagen bereits in Deutschland zu reservieren.

 

Immer eine Reise wert sind die durch herzliche Gastfreundschaft geprägten Südstaaten. Die weltberühmten Rocky Mountains, der komplette mittlere Westen und die großen Seen an der Grenze zu Kanada bieten unzählige Möglichkeiten einer unvergesslichen Amerikareise.

 

Tipps für Mietwagenfahrer in den USA:

 

Mit dem Auto durch die USA zu reisen setzt voraus, dass man sich für den gesamten Zeitraum der Reise auch mit genügend Proviant eindeckt. In den USA ist dies zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich. Die meisten Drogerien, Apotheken, Restaurants und Supermärkte haben in den USA rund um die Uhr geöffnet. 24/7 (Twentyfour/Seven) bietet uns Europäern ungewohnte Freiheiten, sodass wir uns schnell dabei ertappen, auch nachts nochmal schnell zum Supermarkt reinzuhuschen.

 

Ihren deutschen Führerschein können Sie bis zu einem Jahr in den USA benutzen. Ein zusätzlicher internationaler Führerschein empfiehlt sich, wenn Sie noch keinen neuen EU-Führerschein besitzen.

 

Eine Gallone entspricht 3,785 Litern Benzin oder Diesel. Die Kosten sind um einiges günstiger als hierzulande. So kostet eine Galone derzeit $3,40 (2,67 Euro) in Louisiana und $4,02 (3,14 Euro) in Kalifornien (Stand April 2013).

 

Nehmen Sie das Tempolimit – in „miles per hour“ (mph) gemessen – auf den Highways besser sehr genau, das tut die Polizei in der Regel auch.

 

Überholen ist sowohl rechts als auch links erlaubt. Sollten Sie einen Spurwechsel nach rechts planen, denken Sie an die evtl. von dort kommenden Fahrzeuge.

 

Schulbusse genießen absolute Priorität. Das Vorbeifahren an haltenden Schulbussen ist zum Schutz der Kinder nicht erlaubt, nicht einmal das Fahren im Schritttempo.

 

Das typisch amerikanisch „laid-back-Gefühl“ gilt auch auf amerikanischen Highways, Freeways und Expressways. Es geht entspannter zu als auf deutschen Autobahnen. Ein weiterer Vorteil durch die dauerhafte polizeiliche Überwachung sind die schlichtweg nicht vorhandenen Raser, die einen mit Lichthupe auf die rechte Spur drängen.

 

Damit Sie nicht kurzfristig auf einer achtspurigen Straße quer über vier Spuren wechseln müssen, um Ihre Ausfahrt noch zu erreichen, sollten Sie sich möglichst frühzeitig überlegen, wo Sie abfahren möchten. Auch wenn die breiten Highways für uns Europäer gewöhnungsbedürftig sind, zählen die USA nach wie vor zu den weltweit gefragtesten Ländern, um per Mietwagen erkundet zu werden.

 

Für welche Mietwagengröße soll man sich entscheiden? So rät beispielsweise Auto Europe, Vermittler von günstigen Mietwagen im In- und Ausland: Besser eine Klasse größer buchen! Der Mietpreis zwischen der kleinen Kategorie und einer Kompakt-Kategorie unterscheidet sich oft nur um ein paar Euro. Ein grösseres Auto bietet jedoch angesichts der weiten Entfernungen, die man oftmals in den USA zurücklegt, ein erhebliches Mehr an Komfort und Bequemlichkeit.

 

 

Christoph Wunderlich

Christoph Wunderlich

Christoph Wunderlich hat Romanistik in Leipzig studiert. Er arbeitet seit 3 Jahren als Online-Redakteur in München.
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