Mit dem Auto durch die Bretagne

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Durch die Bretagne mit dem Auto! Warum mit dem Auto? Weil es so viel mehr zu entdecken gibt. Bretonen gelten als eigenwillige, eher verschlossen und auf den ersten oberflächlichen Blick scheinen sie gegen alles zu sein, was nicht bretonisch ist. Auch landschaftlich hat die größte Küstenregion Frankreichs einiges zu bieten: Sandstrände, schroffe Felsküsten, weite Heidelandschaften sowie malerische Städte.

Tipps für die Anreise

Vorfreude pur ist das Planen einer Reise und die Routenfestlegung. Online Portale, wie Permondo bieten dafür eine gute und schöne Plattform, um Urlaubserlebnisse zu bewahren.

Wer mit dem Auto aus Deutschland über Paris anreisen möchte, der hält sich am besten an folgende Route: Paris – Chartres – Le Mans – Laval – Vitré – Rennes. Rennes, die bretonische Hauptstadt, ist dann auch der ideale Ausgangspunkt für das Entdecken der Region auf eigene Faust.

Title: Rennes; Quelle: Nicolas Vollmer auf flickr.com

 

Bequemer geht es allerdings auch per Flugzeug. Air France bietet u.a. günstige Verbindungen nach Rennes inklusive eines kurzen Zwischenstopps in Paris an. So beginnt die Tour vom östlichen Ende der Bretagne.

Als westlichsten Ausgangspunkt für die Tour ist hingegen Brest ideal. Auch für diese Destination gibt es  kostengünstige Flugangebote inklusive Zwischenstopp in Paris.

Title: Brest 2008; Quelle: ludovic auf flickr.com

 

Übernachten im Chambre d’hôtes

Übernachten in einem Chambre d’hôtes ist in Frankreich sehr beliebt. Gäste schlafen in einem Gästezimmer, das sich direkt im Haus des Besitzers befindet. Die Anzahl der Zimmer ist in Frankreich sogar gesetzlich festgelegt. Maximal fünf Zimmer dürfen angeboten werden. Auch die Zahl der Gäste ist auf höchstens 15 beschränkt. Ein positiver Effekt dieser Regelung ist das höhere Maß an Privatheit. Der persönliche Charakter der Unterkunft macht das Erleben der französischen Kultur noch authentischer. Auf chambres-hotes.fr lässt sich für jeden Geschmack die richtige Unterkunft finden.

Title: Côtes-d’Armor, La Croix Julo, Bretagne (France); Quelle: Toprural auf flickr.com

 

Sehenswerte Städte in der Bretagne

Die mit deutlichem Abstand größten Städte der Bretagne sind Rennes (ca. 208.000 Einw.) und Brest (141.000 Einw.).

Rennes ist die zehntgrößte Stadt Frankreichs und als typische Studentenstadt bekannt. Über 60.000 Einwohner der Stadt sind Studenten. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtbewohner von mehr als 25%. Die hohe Anzahl bestimmt den Alltag der Stadt. Für junge Menschen, die Lust auf ein abwechslungsreiches Nachtleben haben, bietet diese Stadt sicherlich viele Möglichkeiten.

Brest ist die westlichste Stadt des Landes und nach wie vor ein wichtiger Handels- und Marine-Standort. Marine-Interessierten bietet das Musée de la Marine zahlreiche Informationen und Ausstellungsstücke zur Geschichte der französischen Marine. Beeindruckende Bilder von der Unterwasserwelt garantiert der Erlebnispark Océanopolis.

Title: Vannes; Quelle: Herman Pijpers auf flickr.com

 

Reisende, die sich tiefergehend mit der bretonischen Kultur beschäftigen möchten, sind in Vannes genau richtig. Im Institut Culturel de Bretagne erfahren sie viel Wissenswertes zu Geschichte und Kultur der Region. Die etwa 52.000 Einwohner zählende Stadt ist auch architektonisch ein tolles Reiseziel. Ein Rathaus im italienischen Renaissance-Stil auf dem Place Maurice-Marchais ist zum Beispiel nur ein Highlightvon vielen.

Städtebaulich beeindruckend ist auch Saint-Malo (45.000 Einw.). Ihre malerische Altstadt ist rundum von Meer und großen Stadtmauern umgeben. Die sogenannte „Ville close“ ist bereits Anfang des 18. Jahrhunderts von reichen Reedern erbaut worden. Saint-Malo – auch als Stadt der Korsaren bekannt – blickt auf eine lange Seefahrer-Geschichte zurück.  Von dort aus stachen beispielsweise Korsaren in See, um im Auftrag des französischen Staates englische Schiffe zu kapern.

Title: Saint-Malo; Quelle: Cristian Bortes auf flickr.com

 

Auch als Badeort eignet sich die Küstenstadt bestens. Weite Sandstrände außerhalb der Stadtmauern machen Lust auf vielfältigen Wassersport. Jedes Jahr im August kommen besonders Rockfans auf ihre Kosten. Dann findet nämlich das Festival „Route du Rock“ statt. Etwa 15.000 Fans des englischen Rocks zieht es dann für mehrere Tage in die Stadt.

Geschwindigkeitsüberschreitung in Frankreich:

Frankreich ist flächenmäßig größer als Deutschland, allerdings hat es weit weniger Einwohner als sein Nachbar. Ein geringerer Urbanisierungsgrad führt somit zu längeren Fahrten über Land. Ein dabei eventuell empfundenes Gefühl von Freiheit und Grenzlosigkeit lässt sich wahrlich nicht bestreiten. Allerdings muss auch Gott in Frankreich hin und wieder auf die Bremse treten.

Damit es auf Reisen kein böses Erwachen gibt, folgen hier zum Abschluss grobe Richtwerte über die Höhe des Bußgeldes bei Geschwindigkeitsübertretungen:

  • Weniger als 20 km/h außerhalb der Ortschaft: bis zu 180 €
  • Weniger als 20 km/h innerhalb der Ortschaft: bis zu 375 €
  • Zwischen 20 und 50 km/h: bis zu 375 €
  • Ab 50 km/h und mehr wird das Bußgeld vom Gericht festgelegt: maximal 1.500 €

Weitere Informationen zum Thema „Autofahren in Frankreich“ sind auf der Seite des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland zu finden.

Bon voyage et bonne route!

 

 

 

Titelbild: Corse ? non,non, Bretagne ! Quelle:  Pierre (Rennes) auf flickr.com

Christoph Wunderlich

Christoph Wunderlich

Christoph Wunderlich hat Romanistik in Leipzig studiert. Er arbeitet seit 3 Jahren als Online-Redakteur in München.
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