Argentinien- „Alaska Feeling“ garantiert

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Das Land Argentinien ist so spannend, dass wir neben unserem Artikel über Buenos Aires in der Rubrik Städtereisen, auch allgemein über das Land informieren möchten. Denn es bietet noch viel mehr als nur seine Hauptstadt.
Der Name Argentinien stammt von dem Lateinischen ab, nämlich „argentum“. Übersetzt bedeutet das Silber und erklärt uns annähernd, warum die damaligen spanischen Eroberer so großes Interesse an der Unterwerfung des Landes hatten. Seit 1816 ist Argentinien unabhängig, aber der spanische Einfluss spiegelt sich in der Architektur und der Lebensweise der Bevölkerung wider.

 

Etwa 90 Prozent der Bevölkerung stammt aus Europa, darunter ist 29 Prozent ist spanischen Ursprungs und 36 Prozent italienischen Ursprungs. Die Zahl der indigenen Einwohner wird circa auf 1 bis 1,5 Millionen geschätzt und setzte sich aus indianischen Stämmen zusammen.

 

 

Lage und Klima

 

Die Faszination des Landes macht die Diverstität der Landschaft aus. Besonders in Patagonien und im Feuerland kommen Naturliebhaber auf Ihre Kosten.
Der zweitgrößte Staat in Südamerika grenzt im Osten an den Atlantik an, am Westen an Chile, im Norden an Bolivien und Paraguay und im Nordosten an Brasilien und Uruguay.
Die Anden bilden das längste kontinentale Bergmassiv der Welt. Es erstreckt sich von Norden nach Süden über 7500 Kilometer lang und von Osten nach Westen über 600 Kilometer.
Das Klima im Norden Argentiniens wird durch die Trockensavanne Gran Chaco beeinflusst und wird als tropisches Gebiet bezeichnet. Im Nordwesten befindet sich die Wüste Puna, wo es fast das ganze Jahr keinen Niederschlag gibt. Es regnet umso mehr, je weiter wir in den Westen gehen. Im Süden herrschen starke Westwinde, weshalb das Anden Gebiet immer feucht und kühl ist. Im Süden des Landes, im Teil des Feuerlandes herrscht ein kühles ozeanisches Klima. Dort regnet es viel und bleibt das ganze Jahr einheitlich kühl.

 

Highlight Argentiniens: Patagonien

 

Beginnen wir unsere Reise im Süden des Landes, nämlich in Patagonien. Viele Touristen zieht es aus allen Ländern hierher um nur einmal den höchsten Berg Südamerikas zu sehen: den Aconcagua mit 6962 Metern Höhe. Er liegt in den Anden im Grenzgebiet zu Chile. Auch der Fitz Roy und daneben der Cerro Torre sind sehr beeindruckend. Sie sind ebenfalls in den argentinisch-chilenischen Anden zu finden und sind unbestritten die Hauptattraktion im Nationalpark Los Glaciares im Süden von Argentinien. Zusammen bilden Sie ein unglaubliches Panorama.
Das ganze Jahr wird, ausgenommen der kurze Sommer, von einem rauen Klima bestimmt. Die Westwinde pfeifen besonders im Winter durchs Land und die Temperaturen können bis auf minus 20 Grad abfallen.
Große Ländereien wurden Anfang des 18. Jahrhunderts unter der Bevölkerung zur Bewirtschaftung verlost, weil keiner sich getraut hat dieses dürre Land zu bewirtschaften. Es diente zuerst der Schafzucht, später dann zur Rinderzucht. Danach war das Land unbrauchbar geworden und jetzt gibt es in dieser Gegend große öde Landstriche, die von den Guanacos bewohnt werden, die von wilden Pflanzen und Büschen leben.
Es gibt dort große Herden von Ihnen und es wurde auch schon der Versuch unternommen sie zu domestizieren, aber die Tiere sind so wild, dass bisher jeder Versuch gescheitert ist. Somit kann man sie nur aus der Ferne beobachten.

 

 

Unser Tipp: Unternehmen Sie eine Tour in das Landesinnere, wobei Sie die Pflanzen und Tierwelt erkunden. Denn auf den zweiten Blick werden Sie die raue Schönheit lieben lernen und vieles entdecken.
Im Süden Patagoniens fängt die 60 Kilometer lange Gletschergebiet an, das sog. Südpatagonische Eisfeld. Zum Wandern und Eis Trekken eignen sich der Nationalpark Torres del Paine und der Nationalpark Los Glacieres, von dem schon am Anfang die Rede war.
Der Park Torres del Paine grenzt an Chile und deshalb sollten Sie Ihren Reisepass nicht vergessen!

 

 

Am Lago Argentino, der größte See Argentiniens und nebenbei erwähnt eines der größten Wasserspeicher in Südamerika, befindet sich der Perito Moreno Gletscher. Er ist der berühmteste Gletscher im Nationalpark und der Einzige der nicht zurück geht. Es knackt die ganze Zeit, wenn man entweder vom Boot aus die Eismassen bestaunt oder an den Terassen der Aussichtsplattform steht. Mit etwas Glück kann man Zeuge davon werden, wie ein großes Stück Eis herausbricht, denn dieser Gletscher bewegt sich jeden Tag um circa einen Meter. Durch die neuen Schneemassen, die sich in den Gipfelkronen der Berge ansammeln, werden die Eismassen nach vorne geschoben, ein sog. Auslassgletscher.

Unser Tipp: Wir empfehlen Ihnen eine Bootstour „Todos los glaciares“, wo Sie an allen Gletschern vorbei fahren. Diese Tour dauert den halben Tag und lohnt sich wirklich!
Weiter geht die Reise in Richtung Süden ins Feuerland. Sie können auch nach Ushuaia fliegen von El Calafate aus. Dort angekommen fühlen Sie sich wie am Ende der Welt, denn diese „Stadt“, die im Wesentlichen aus einer Hauptstraße besteht, nämlich der Calle San Martin, ist die südlichste Stadt der Welt.


Unser Tipp: Mieten Sie sich ein robustes Auto, denn die Windstärken sind nicht zu unterschätzen.
Sie starten am besten von Punta Arenas aus. Es lohnt sich hier eine Nacht zu verweilen, denn die Hafenstadt hat viele tolle Restaurants und Bars zu bieten. An der Küste geht es nun entlang der Magellanstraße. Diese Inselgruppe, mit der Hauptinsel Isla Grande de Tierra del Fuego ist recht dünn besiedelt.
Das Wetter ist sehr rau, nach einem Regenschauer kann auch ein Schneeschauer folgen. Deshalb empfehlen wir eine wetterfeste funktionale Kleidung.

 

Im Nordwesten Argentiniens

 

Wer gerne Wein trinkt, den wird es in die Provinz Mendoza ziehen. Diese Provinz ist die größte Weinregion in Argentinien. Aufgrund seiner guten Lage und der stetigen Bewässerung durch die Gletscherseen, ist es eines der Top Weinanbaugebiete geworden.
Die gleichnamige Stadt lädt zum Verweilen und relaxen ein. Einfach einen Café auf einem der großen Plazas (Plätzen) bestellen und das bunte Treiben der Menschen beobachten, das ist auch eines der Lieblingsfreizeitbeschäftigungen der Einheimischen.

Von hier aus können Sie auch gut Ausflüge in die nahegelegenen Weingüter unternehmen, entweder mit dem Bus oder, wer sportlich sein möchte, mit dem Fahrrad.
Im März finden die Höhenpunkte von den Feierlichkeiten zum jährlichen Fest der Weinlese statt. Im Amphitheater werden viele traditionelle Tänze und Musik vorgeführt, bis am Ende die Krönung der Weinkönigin das Fest abschließt.
Auch die umliegenden Städte, wie Salta und San Juan sind nette kleine Städtchen mit vielen Weingütern.
Eine schöne Strecke mit dem Auto ist entlang der Zugstrecke Tren a las Nubes, übersetzt „der Zug in die Wolken“, der bis ins 3775 Meter hoch gelegene San Antonio de los Cobres führt.

 

 

Der Nordosten Argentiniens

 

 

Ein weiteres Highlight Argentiniens sind die „Pampas“, wo auch die Gauchos ihre Heimat haben  . Sie sind für einen Argentinier ein Innbegriff für Nationalgefühl. Der Ursprung der Gauchos waren iberische Einwanderer, die in den Pampas Viehzucht betrieben haben. Sie produzierten überwiegend Leder und Trockenfleisch. Im 19. Jahrhundert veränderte sich die Lebensweise der Gauchos, die ein eher wildes und freies Leben geführt haben, und sie orientierten ihr Leben eher nach der Versorgung der Estancias (großen Gutsbesitzen) und führten Rodeo auf.
Ein letztes Highlight Argentiniens möchten wir Ihnen am Schluss nicht vorenthalten. Gerade Outdoor Sportler, Extremsportler und Wanderfans werden von dieser Region nicht mehr weg wollen: Bariloche. Südlich von den Anden liegt diese Stadt, die früher San Carlos de Bariloche hieß, idyllisch am See Nahuel Huapi. Die Berge Cerro Lopez, Otto und Catedral liegen in der Nähe, weshalb es gerade für Kletterer und im Winter für Skifahrer ein Paradies ist. Angefangen von tollen Wanderwegen bis hin zu Kajak- und Moutainbike Ausflügen können Sie hier alles Erdenkliche unternehmen. Deshalb lohnt es sich hier einige Tage einzuplanen.

 

Agnes Cseka

Agnes Cseka

Agnes reist sowohl beruflich als auch privat für ihr Leben gern und probiert gerne neue Restaurants und Locations aus.
Agnes Cseka

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