Vor- und Nachteile einer Kreuzfahrt – Willkommen an Bord

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„Kreuzfahrten sind etwas für Senioren“ – auf das Thema Schiffsreisen angesprochen, reagierten noch vor geraumer Zeit die allermeisten jungen Urlauber mit einer vergleichbaren Aussage. Heute sind wohl sie es, die den Senioren in Sachen Kreuzfahrtbuchungen allmählich den Rang ablaufen. Was noch vor Kurzem für die jüngere Generation als eher weniger ansprechende Reiseoption galt, wurde von derselbigen unlängst zum Trend erhoben. Laut des Deutschen Tourisusverbandes haben im Jahr 2011 über 1,8 Millionen Deutsche Ihren Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff verbracht.

 

Doch was macht das Reisen mit dem Schiff so attraktiv? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus dieser Art des Reisens?

 

Umfangreiches Freizeitangebot

 

Der geradezu überwältigende Komfort, welcher auf Kreuzfahrten geboten wird, kommt der Angebotsfülle einer schwimmenden Stadt gleich. Für Sportbegeisterte bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, um an der Strandfigur zu arbeiten: Fitnessstudio, Sportkurse, Schwimmbäder oder sportliche Ausflüge an Land. Diejenigen, die den Kampf gegen die Kilos aufgegeben oder die Strandfigur unlängst erreicht haben, können ihren Urlaub voll und ganz der Erholung widmen. Spa, Sauna, Massagen und Schönheitsbehandlungen machen das Kreuzfahrtschiff zu einer wahren Wellness-Oase. Einkaufsmöglichkeiten und Abendunterhaltung wie Kino oder Theater – manchmal sogar Casinos – runden das umfangreiche Angebot an Bord ab. Kleiner Tipp: Sollten Unternehmungen zusätzlich zu buchen sein, ist es besser und angenehmer, diese schon vor Reiseantritt zu buchen. Andernfalls könnten bei spontanen Entscheidungen an Bord Sportkurse oder sonstige Ausflüge schon belegt sein.

 

Ausgedehnte Zwischenstopps ohne Einreisestress

 

Doch der unschlagbare Vorteil, den eine Schiffsreise bietet, ist der Einblick in unterschiedliche Kulturen. Die Passagiere haben die Möglichkeit für einen mehrstündigen Aufenthalt an einer Vielzahl von Hafenstädten anzulegen. Oft werden gar Aktivitäten an Land wie Mountainbiken, Wandern oder Klettern angeboten. Dabei erübrigen sich umständliche Einreisemodalitäten. In der Regel kümmern sich die Veranstalter noch vor Reiseantritt darum. Der Passagier gibt den Reisepass zu Beginn ab und bekommt ihn erst am Ende wieder ausgehändigt.

 

Neue Wahrnehmung des Reisens

 

 

Das Reisen ohne Grenzen, gepaart mit der Langsamkeit des Schiffes, verschafft dem Passagier ein völlig neues Gefühl für das Reisen als Solches, ganz und gar eine neue Perspektive, welche in deutlichem Kontrast zur Schnelllebigkeit des Alltags steht. Auf dem Schiff  wird der Verlauf des Reisens überhaupt erst wahrgenommen. Sonnenauf- und untergänge gehören ebenso dazu wie der Blick auf einen nicht enden wollenden Horizont.

 

 

Neue Kontaktmöglichkeiten

 

Diese Langsamkeit lässt sich am besten zu zweit genießen. Viele Kreuzfahrtschiffe bieten Treffen für Alleinreisende an. Dies ist nicht primär als klassischer Single-Treff zu verstehen. Wer dort seinen Partner findet, dem steht natürlich einem romantischen Urlaub nichts mehr im Wege. Vielmehr dient das Treffen der allgemeinen Kontaktaufnahme für Alleinreisende. Zusammen genießt es sich doch immer noch am schönsten.

 

Reisen zum erschwinglichen Preis

 

 

Auf vielen Online-Portalen lassen sich Kreuzfahrten auch schon nach Reiseart oder der Kategorie Alter buchen. Inzwischen sind Kreuzfahrten bereits für fast jeden Geldbeutel erschwinglich. So bietet die griechische Rederei EasyCruise günstige Schiffsreisen für überwiegend junges Publikum an. Allerdings müssen Abstriche beim Komfort gemacht werden. Wer darauf dennoch nicht verzichten möchte, für den kommen sicherlich auch Angebote der AIDA in Frage.

 

Eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Seekrankheit

 

Die eventuellen Unannehmlichkeiten oder negativen Folgeerscheinungen nun im Nachgang: eingeschränkte Bewegungsfreiheit, stürmischer Seegang, jeden Tag derselbe Ausblick auf Wasser und einem scheinbar nicht endenden Horizont. Dem einen oder anderen Inseltouristen ist dies wohl als „Inselkoller“ wohlbekannt. Um es noch dramatischer zu formulieren, eignet sich auch die Bezeichnung „Lagerkoller“. Unter Umständen kündigt sich noch eine nicht abklingen wollende Seekrankheit an. Es schwankt den ganzen Tag von links nach rechts, Ausflüge ans Oberdeck werden von Schwindel und Übelkeit begleitet. Leider lässt sich nicht im Vorhinein in Erfahrung bringen in welchem Maße man seekrank ist. Da bleibt einem nur die teils überraschende Selbsterkenntnis im Verlauf der Reise.

 

Umweltbelastung durch Massentourismus

 

Ein Aspekt, welchem selten Beachtung geschenkt wird, ist der Umweltaspekt. Schiffe mit einem Passagieraufkommen von über 500 werden meist mit Schweröl betrieben. Im Falle einer Havarie hätte dies erhebliche ökologische Folgen. Als Konsequenz dürfen mittlerweile Reisen auf solchen Schiffen nicht mehr in die Antarktis unternommen werden.

 

Die Umweltbelastung geht einher mit einem fast schon ausufernden Kreuzfahrt-Massentourismus. Küstenstädte wie Venedig verlieren zur Hochsaison gänzlich ihren Charme, der sie eigentlich zu der kulturellen Attraktion erwachsen ließ, die sie heute sind. Tausende Touristen drängen sich an den Häfen und lassen allein durch ihre Präsenz jeglichen Reiz der Küstenstädte missen.

 

Prinzipiell gilt aber zu bedenken: Vor- und Nachteile – von der Seekrankheit und den Umweltbelastungen mal abgesehen – sind in erster Linie relativ. Was dem einen Passagier gefällt, ist dem anderen womöglich partout unangenehm. Eines ist zumindest sicher: Kreuzfahrten liegen nicht umsonst im Trend. Sie bieten eine lohnende Abwechslung zu Flugreisen. Weitere Informationen zu aktuellen Kreuzfahrt-Themen sind auf der Homepage des Deutschen Reiseverbandes zu finden.

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