Eine Donau Schiffsreise – Quer durch die Habsburger Lande

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Historische Städte, märchenhafte Schlösser und atemberaubende Naturlandschaften – reisen Sie quer durch die Lande, in denen einst Weltgeschichte geschrieben wurde. Durch Städte, in denen Kaiserinnen und Kaiser residierten. Durch das faszinierende Land der Berge, das Land am Strome, der Äcker und der Dome.

Eine Donau Schiffsreise kann beispielsweise im niederbayrischen Passau, an der Grenze zu Österreich beginnen. Am Donauhafen angekommen, beginnt die Reise mit vollem Elan. Aber nicht erst auf Wasser, sondern schon zu Land. Auf der MS Amadeus Elegant wird man mit einem Glas Sekt empfangen. Anschließend bleibt noch Zeit, dem Stadtführer in die historische Altstadt von Passau zu folgen. Die barocken Häuser, von italienischen Meistern im späten 17. Jahrhundert erbaut, machen einen überwältigenden ersten Eindruck. Sie bestimmen den Charme und die Schönheit der Drei-Fluss-Stadt. Mit dem majestätischen St. Stephans Dom im Zentrum, schließt sich das Gesamtkunstwerk des Stadtbildes. Passau wird zurecht das Venedig Bayerns genannt.

Titel: Dreiflüssestadt Passau Quelle: digital cat auf flickr.com

 

Zurück an Bord, wartet die gemütliche Kabine. Zwei aufklappbare Betten, komfortabel ausgestattet und ein großes Fester, was nur erahnen lässt, welch faszinierenden Ausblick man während der Fahrt genießen darf. Perfekt für sieben Tage von Passau über Wien, Bratislava, Budapest und zurück zum Heimathafen der MS Amadeus Elegant nach Passau. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass nach dem Koffer auspacken, der erste berieselnde Windstoß der Donau-Kreuzfahrt am Obderdeck herrlich ist. Die Entdeckungsreise auf dem Schiff endet im Restaurant. Zwischen der Blasmusik einer Zwei-Mann-Kapelle und dem ersten Bier, hält der Kapitän eine Begrüßungsrede und informiert über die Ankunftszeit in Wien. Übrigens, das Abendessen auf dem Deck ist erste Klasse! Das Lichterpanorama der kleinen Dörfer am Ufer der Donau und der klare Sternenhimmel über einem, bietet für Verliebte den perfekten Rahmen für einen Antrag!

Durch die Schleusen bis nach Wien

Es dauert nicht lange, da passiert man bereits eine der zwölf Schleusen bei Jochenstein. Zugegeben, das Passieren einer Schleuse kann beim ersten Mal sehr interessant sein. Abends allerdings ist es eher schlafstörend. Aber das soll nicht die Freude auf das baldige Ankommen in der Österreichische Bundeshauptstadt Wien verderben und gehört zu einer Flusskreuzfahrt einfach dazu. Unser Tipp für die Fahrt durch das niederösterreichische Donautal Wachau zwischen Melk und Krems: Schauen Sie rüber an das rechte Donauufer bis Sie die Burgruine von Aggstein erblicken. In dieser 800 Jahre alten Burg, auf 300 Metern Höhe, lebten bis ins 17. Jahrhundert die Herzöge Niederösterreichs. Während der Türkenbelagerung Wiens 1529, konnten die Osmanen in Aggstein am weiteren Vordringen nach Bayern aufgehalten werden, was die Bayern den Aggsteinern, nach einheimischer Aussage, bis heute nicht gedankt haben. Aber genug von den Bayern, genießen Sie den Moment in Wachau. Die Einzigartigkeit der Naturlandschaft hinterlässt einen währenden Eindruck. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Universitätsstadt Krems, geht es spannend weiter durch zwei Schleusen nach Wien.

Nur noch wenige Kilometer, dann ist man im Herzen der ehemaligen Donaumonarchie Österreich-Ungarn angelangt. Es ist das absolute Highlight der Reise. Nach einem eleganten Abendessen in der Altstadt und einer entspannten Übernachtung auf dem Schiff, bietet sich am nächsten Morgen eine Sightseeing-Tour durch die historische Metropole an der Donau an. Die architektonische Einzigartigkeit Wiens kann kaum in Worte gefasst werden. Zwischen Barock und Renaissance, über den goldenen Jugendstil, bis zu moderner Architektur, verbindet die Stadt das Alte mit dem Neuen. Sehr empfehlenswert: Wandeln auf den Spuren der Habsburger Monarchie und unbedingt prächtige Schlösser, wie das Barockschloss Schönbrunn und Belvedere besuchen. Auch das Spazieren über die Ringstraße, wo einst Kaiserin Sissi vom Volk bejubelt wurde, sollte man nicht verpassen.

Noch zwei Hauptstädte und dann geht’s zurück

Das nächste Ziel der Schiffsreise ist die slowakische Hauptstadt Bratislava, nur 50 Kilometer von Wien entfernt. Übrigens liegt in Europa keine Hauptstadt so nah an der anderen wie Bratislava an Wien. Von der Donau haben Sie einen wundervollen Blick auf die Preßburg, das Wahrzeichen der Stadt. Preßburg ist außerdem der deutsche Name für die slowakische Metropole. Entlang an der slowakisch-ungarischen Grenze, legt man nach dem Frühstück in Esztergom an, der ersten Hauptstadt des ungarischen Königreiches. Auch hier wird man zu einer kurzen Stadtführungen eingeladen und besichtigt die größte Kirche Ungarns, der Basilika von Esztergom. Wer ein Mal in Rom war, der fühlt sich vor der mächtigen und imposanten Kuppel an den Petersdom im Vatikan erinnert. Zurück an Deck, geht es weiter Richtung Budapest, der zweiten Hauptstadt der Habsburger Monarchie. Interessant: Es wird auch das „Paris des Ostens“ genannt.

Titel: Esztergom Quelle: Jim Killock auf flickr.com

Vorbei an der historischen Altstadt von Visegrad, sind es nur noch wenige Kilometer bis zu unserem Zielhafen. Das Donausknie wird passiert und schon geht es über die Donau in die pannonische Tiefebene hinein. Die Einfahrt in die ungarische Hauptstadt ist Faszination pur! Die Burg von Varnegyed, die Fischerbastei, das Parlamentgebäude – die Habsburger haben in der neuntgrößten Stadt Europas deutlich ihre Spuren hinterlassen. Die Stadt ist lebendig, es ist überall etwas los und die Gastfreundschaft der Ungarn hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Natürlich darf auch eine Verköstigung des traditionellen ungarischen Gulasch nicht fehlen. Hier ist man am Ziel der Donau Schiffsreise angekommen: Eine unvergessliche Fahrt, auf der man in nur wenigen Tagen die schönsten Städte Europas kennenlernen darf.

Marko Orlovic

Marko Orlovic

Ursprünglich aus Köln, studiert Marko seit einigen Jahren in München Journalismus. Seine Leidenschaften: Reisen, Recherchieren, Schreiben.
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