Aktuelle Hinweise für den Mallorca Urlaub 2016

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Ein Gastbeitrag von Agnes Cseka

Neue Sondersteuer auf Mallorca

Mallorca, die zweite Heimat vieler Deutschen. Doch was hat es mit der neuen Sondersteuer auf sich?

Nach wie vor gehört Mallorca für die Deutschen zu den beliebtesten Urlaubszielen.

Doch jetzt sollen alle Touristen, also auch wir Deutschen, mehr bezahlen. Die  Touristensteuer soll im Frühjahr 2016 eingeführt werden und 2 Euro pro Tourist und pro Tag betragen. Allerdings nur in der Hauptsaison. Die Nebensaison (November bis Ende März) soll nur mit 0,25 Euro zu Buche schlagen. Neu ist, dass auch Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen zur Kasse gebeten werden.

Die neue Sondersteuer ist vergleichbar mit einer Kurtaxe, die in vielen deutschen Urlaubsorten bereits seit langem üblich ist. Schon gewusst? Spitzenreiter ist Bad Kissingen mit 3,50 Euro pro Tag.

Für was werden die zusätzlichen Einnahmen verwendet?

Die Insel gehört für die Spanier zur größten Steuer-Einnahmequelle. Jedes Jahr reisen über 10 Millionen Touristen an. Dieses Phänomen führt leider auch zu den bereits bekannten Schattenseiten des Tourismus: Müll, überfülllte Strände, Bedrohung der Natur.

Das möchte die Regierung verhindern. Auch in der Vergangenheit für Mallorca verschärfte Bestimmungen sollten diese Entwicklung stoppen. Aus diesem Grund gilt auf Mallorca weiterhin: Wer achtlos seine Zigarette entsorgt, dem drohen bis zu 50 Euro Bußgeld.

Leider lässt sich die Umweltbelastung trotz der vielen Reglementierung nicht verhindern.  Das Trinkwasser auf der Insel droht zu verschmutzen und viele Küstenabschnitte sind von Vermüllung  betroffen.

Die “ecotasa” als Gegenmaßnahme

Die spanische Regierung verspricht sich ein jährliches Plus von 50 Millionen Euro, die den sanften Tourismus fördern sollen. Die Einnahmen werden vor allem in touristische Infrastruktur und das Trinkwassernetz investiert.

Kritische Stimmen mutmaßen hingegen, dass der Grund für die neue Steuer eher das Pleiteloch in der spanischen Staatskasse ist.

Wird die neue Steuer auf Mallorca zu einem Besucherrückgang führen?

Ein Rückgang der Besucherzahlen wird seitens der spanischen Regierung nicht erwartet. Im Gegenteil. Langfristig soll die Insel noch attraktiver für Sonnenanbeter werden. Eine, wie wir finden gewagte Aussage, denn aus der Vergangenheit weiß man immerhin, dass eine Sonderbesteuerung auch nach hinten los gehen kann. Als Ökoabgaben getarnte Zusatzabgaben haben oft dazu geführt, dass Besucherzahlen, speziell aus Deutschland, zurück gegangen sind.

Der Tourismusminister Biel Barceló hat es beschlossen. Auch die Spanier selbst werden zur Abgabe der Kurtaxe gebeten. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Besuchertrend nach Erhebung der neuen Steuer auf Mallorca entwickeln wird.

Was ist 2016 auf Mallorca ansonsten noch geplant?

Viele Hotels investieren nach dem Besucher-Rekordjahr 2015 in die Modernisierung ihrer Häuser. In Palma de Mallorca, der Hochburg der Deutschen versprechen sich die Hoteliers durch die Aufwertung der Zimmer auch in 2016 Mehreinnahmen.

Außerdem: Die Maßnahmen zur Schadstoffreduktion gehen weiter. Die Föderung von Elektroautos wird weiter angekurbelt. Es laufen bereits mehrere subventionierte Projekte zum Gebrauch von E-Cars. In der Gemeinde Marratxi wurden beispielsweise vier Ladestationen für Elektroautos installiert. Die Besitzer von Elektroautos genießen auch auf Mallorca immer mehr Vorzüge. Kostenloses Parken in der Gemeinde Calviá ist da nur einer von vielen nennenswerten Boni.

Weitere Projekte laufen auch zur Förderung der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Geplant ist eine neue Bus-App und neue Stationen mit Leihfahrrädern der Firma “Bicipalma”. Die Stadt Palma plant sogar an der Paseo Maritímo Straßenzüge zu Gunsten von Fahrradwegen zu entfernen.

In der Umweltschutz-Projekt-Pipeline stecken nicht zuletzt die Versorgung von Mallorcas Schwimmbäder durch regenerative Energiequellen, ein großer Solarpark sowie die Erneuerung der Kanalisationen.

Für Zündstoff 2016 dürften auch die geplanten Erdölbohrungen sorgen. Die Zahl der Gegner ist stetig wachsend. Umweltschützer sehen den Lebensraum unzähliger Meerestiere gefährdet.

Agnes Cseka

Agnes Cseka

Agnes reist sowohl beruflich als auch privat für ihr Leben gern und probiert gerne neue Restaurants und Locations aus.
Agnes Cseka

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