Urlaub daheim: Wandern in der Sächsischen Schweiz

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Wanderempfehlungen für die Sächsische Schweiz

Es muss nicht immer Italien oder Spanien sein. Und in Deutschland gibt es tatsächlich auch mehr als Alpen, Ost- und Nordsee. Konkreter: Manchmal liegt die Erholung nicht in der Ferne, sondern quasi direkt vor der Haustür. Zugegeben: Für die meisten von uns wird auch die Fahrt in die Sächsische Schweiz eine kleine Reise sein. Aber: Dafürsprechende Gründe den Weg in den Osten Deutschlands zu wagen überwiegen. Und: Es gibt von ihnen sehr viele.

Darum lohnt sich die Sächsische Schweiz

Stadt, Land, Fluss: In Dresden sollte wirklich jeder mal gewesen sein. Von der Hauptstadt Sachsens sind es nur ca. 30 Kilometer in das Elbsandsteingebirge. Die Bezeichnung “Florenz des Nordens” ist für die Stadt mit langer Geschichte wahrhaft treffend. Die Weite des Elbufers und der Blick auf den historischen Stadtkern lassen jeden Großstadtmenschen endlich mal wieder genügend freien Raum zum Durchatmen.

Motivjäger aufgepasst: Die Sächsische Schweiz bietet vielfältige landschaftliche Motive. Der Ausblick von der Bastei über den Lauf der Elbe erinnert zuweilen an die Bilder, die man von den Windungen des Colorado Rivers in den USA kennt. Die Fels und Steinformationen ähneln ebenso stark dem Bryce Canyon in Utah. Das feuchte Wetter zaubert einen über und über bemoosten Märchenwald in die Felshänge. Und auf den Spitzen der Felsen findet man Kiefern, die einen an das ja bekanntlich beliebteste Reiseziel der Deutschen, Mallorca, erinnern können.

Ein Bett in der Boofe, das ist immer da: Boofen nennt man die höhlenartigen Räume, die zwischen Felsvorsprüngen entstehen und sich hervorragend zum Freiübernachten eignen. Gut geschützt nächtigt man hier unter freiem Himmel und kann seinen Blick endlich mal wieder in die Ferne der Milchstraße schweifen lassen.

Unsere Top 3 Wanderempfehlungen für die Sächsische Schweiz

Abstieg in die Schwedenlöcher – Das Reich von Kobold, Fee und Co.

Der Weg in die Schwedenlöcher ist ebenso gut ausgeschildert, wie die Zufahrt zur Bastei und ist besonders bei Tagesausflüglern beliebt. Man sollte sich jedoch nicht täuschen lassen. Der Abstieg und Wieder-Aufstieg durch die schmalen, klammartigen Felsenwände kann durchaus kräftezehrend sein, da man sich konzentrieren muss auf den oft feuchten Stufen nicht auszurutschen. Für Auf- und Abstieg sollte man ruhig zwei Stunden einplanen, da sich einem hinter jeder Ecke neue märchenhafte Fotomotive bieten.

Häntzschelstiege – Klettersteig für Anfänger

Wer auf ein bisschen mehr Adrenalin und weniger Romantik steht, der sollte mal die Häntzschelstiege ausprobieren. Sie ist für Anfänger gut geeignet, da es im Gegensatz zu vielen anderen Klettersteigen in der Sächsischen Schweiz hier überall Stufen, Leitern und Drahtseile gibt. Es ist dennoch ratsam die Felsen nur mit einem erfahrenen Kletterer zu erklimmen. Einen guten Überblick über die dorthin führenden Wanderrouten bietet die Website Wandern Sächsische Schweiz. Für geführte Touren empfehlen wir die Kletterschule Lilienstein.

Panoramawanderweg –  Weg mit Wow-Faktor

Der in Bad Schandau beginnende Wanderweg nach Saupsdorf macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Gemütlichen Schrittes führt der Weg entlang des Winterbergmassivs, der Schrammsteinkette und den Affensteinen. Trumpf ist hier nicht so sehr das Abenteuer, als der Ausblick. Höhenunterschiede gibt es kaum, dafür sollte man für die Wanderung mit einer Länge von 18 Kilometern schon einen Tag einplanen. Weitere und ausführlichere Meinungen zu dieser Tour findet Ihr übrigens auf der Info-Seite der Sächsischen Schweiz.

Désirée Cornet

Désirée Cornet

Die angehende Drehbuchautorin Désirée Cornet kommt ursprünglich aus Berlin und arbeitet als Online-Redakteurin in München.
Désirée Cornet